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Oktober 2010

Pokalmusik

Wenn ich mich da vor ein paar Tagen nicht verhört habe (hingeschaut habe ich in der Halbzeitpause sowieso nicht), hat die ARD für die Berichterstattung zum DFB-Pokal Let Go aus Paul van Dyks 2007 erschienenem und immer noch zu empfehlendem Album In Between verwendet. Der Gesang stammt hier von Reamonns Rea Garvey. Keine schlechte Wahl.

Auch eine Leistung: Glück aka Bayern-Dusel

Ich bin noch immer wütend. Wütend, weil Werder endlich wieder einmal ein gutes Spiel gezeigt hat und doch nicht dafür belohnt worden ist. Weil man dachte, der FCB hätte sein Kontingent an sprichwörtlichem Bayern-Dusel für diese Saison bereits verbraucht (spätestens, sobald Champions League-Gegner anfangen, die Tor für Bayern selbst zu erzielen), weil es eben auch nicht das Glück des Tüchtigen gewesen ist, weil die Bayern überhaupt nichts mehr für das Spiel gemacht haben. Wütend, weil Werder deutlich mehr und deutlich bessere Chancen hatte, davon in der zweiten Halbzeit nur noch den einen verwandelt hat, weil ausgerechnet in so einem Spiel dieses reguläre Tor nicht gewertet wird. Und wütend, weil der Sonntagsschuss von Schweini natürlich reingeht, während der tolle Freistoß von Arnautovic nur an die Latte knallt.

Dass sich Louis van Gaal in der anschließenden Pressekonferenz sogar noch bei Blatter dafür bedankt, dass noch immer keine technischen Hilfsmittel zugelassen sind, und somit die falsche Schiedsrichter-Entscheidung nicht korrigiert werden konnte, ist leider kein Trost für uns. Immerhin ist es ihm hoch anzurechnen, dass er so ehrlich ist. Und letzten Endes hätten die Bremer schon noch selbst für die Entscheidung sorgen können und müssen. Wenigstens hat das Spiel gezeigt, dass der SV Werder durchaus noch guten Fußball spielen kann.

Orakel Paul ist tot

Nach dem verlorenen Halbfinalspiel gegen Spanien hatten viele Deutsche ihm sicherlich schon den Tod an den Hals gewünscht. Und noch bevor Orakel-Tintenfisch Paul – eigentlich der Star der Fußball-WM – das erste Mal falsch liegen konnte mit einer Spielvorhersage ist er tatsächlich schon gestorben. Ein Nachruf bei Deutsche Welle.